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Ankara, Museum für Anatolische Zivilisationen

DAS MUSEUM FÜR ANATOLISCHE ZIVILISATIONEN

DAS MUSEUM DES JAHRES 1997 IN EUROPA

Die Geschichte der Gebäude

Das Museum für Anatolische Zivilisationen befindet sich im Stadtviertel Atpazarı im Südosten der Außenmauern der Burgvon Ankara in zwei neu eingerichteten osmanischen Gebäuden. Eines dieser Gebäude ist der Mahmut Paşa Bedesten, der andere Kurşunlu Han.

Es wird vermutet, dass der Bedesten vom Hauptwesir der Fatih Zeit Mahmut Paşa zwischen den Jahren 1464-1471 erbaut wurde. Er besitzt keine Inschrift. Die Quellen weisen darauf hin, dass die Ankaraner Wollstoffe von hier aus verteilt wurden. Der Plan des Gebäudes ist im klassischen Stil gehalten. Es wird von einem Marktlager umkreist, dass aus einem geschlossenen Raum im viereckigen Stil besteht und mit 10 Kuppeln in der Mitte überdeckt und aus 102 Läden mit gegenüberseitigen Gewölbedächern bedeckt ist.

Der Kurşunlu Han wurde nach den Niederschriftheften und den letzten Untersuchungen in den Registern, vom Hauptwesir der Fatih Zeit Mehmet Paşa, der Imarette (Armenküche) im Stadtviertel Üsküdar von Istanbul gerecht gebaut. Er besitzt keine Inschrift. Während der Restauration im Jahre 1946 wurden Münzen von Murat II. entdeckt. Diese Funde beweisen, dass der Han in der ersten Hälfte des 15. Jh. existierte. Der Han zeigt den typischen Stil der Hane der osmanischen Zeit, und besteht aus Dielen und Säulengängen-Reihen, die mit zweistöckigen Zimmern umkreist sind. Im Erdgeschoss befinden sich 28, im ersten Stockwerk 30 Zimmer. Die Zimmer haben Herde. Im Kellergeschoss, dass im Westen und Süden der Zimmer liegt, befindet sich ein L-görmiger Stall. In der Nordfront befinden sich 11, in der Südfront 9 und in der Eingangsdiele 4 gegenseitige Läden. Mehmet Paşa, der das Han erbaut hat, wurde nach der Absetzung von Mahmut Paşa, der das Bedesten im Jahre 1467 erbauen ließ, zum Hauptwesir ernannt und regierte bis zum Jahre 1470. Er ist in Üsküdar begraben, wo sich eine Moschee, ein Imarett und eine Medresse befinden.

Diese zwei Gebäude, die das Museum bilden, wurden nach dem letzten Brand im Jahre 1881 verlassen.

Die Geschichte des Museums

Das erste Museum in Ankara wurde vom Kulturdirektor Mübarek Galip Bey im Jahre 1921, im Teil der Burg, dass Akkale genannt wird, erichtet. Außer diesem Museum wurden auch Werke vom Augustus Tempel und vom Römer Bad gesammelt. Nach Atatürks Vorbesprechungen zur Idee, ein ‘’Hethiter Museum’’ (Eti Müzesi) zu gründen und auf die folgenden Lieferungen der hethitischen Werke von anderen Regionen nach Ankara, ist die Notwendigkeit eines Museumsgebäudes mit umfangreichen Räumen aufgetaucht. Vom damaligen Kultur (Hars) Direktor Hamiz Zübeyr Koşay wurde dem Erziehungsminister Saffet Arıkan der Vorschlag gemacht, das verlassene Mahmut Paşa Bedesten und den Han zu restaurieren und als Museumsgebäude zu verwenden. Die Idee wurde angenommen und es wurde eine Restaurationsarbeit begonnen, die vom Jahre 1938 bis zum Jahre 1968 anhielt.

Mit der Beendigung der Restaurationen im Jahre 1940 des großen Kuppelraumes in der Mitte des Bedestens wurden die Werke von einem Ausschuss unter Führung des deutschen Archäologen H. G. Guterbock eingesetzt und die Mittenabteilung wurde im Jahre 1943 während der Restaurationsarbeiten eröffnet. Das Restaurationsprojekt wurde von Diplomarchitekt Macit Kural, die Restauration nach der Auftragserteilung von Diplomarchitekt Zühtü Bey geleitet. Im Jahre 1948 hat die Museumleitung die Akkale als Lager hinterlassen und hat sich in die vier restaurierten Zimmer des Kurşunlu Han niedergelassen. Die Restaurations- und Ausstellungsprojekte des Marktlagers im Kreis des Kuppelraumes wurden von  Ihsan Kıygı, Diplomarchitekten für Monumente, vorbereitet und ausgeführt. Fünf Läden wurden in originaler Weise gelassen, die Zwischenwände der Läden wurden abgeschaffen und somit wurde ein breiter Kreiskorridor für die Ausstellung gewonnen.

Das Museumsgebäude gewann im Jahre 1968 ihre letzte Form. Im Kurşunlu Han, das heute als Leitungsgebäude benutzt wird, befinden sich Untersucherzimmer, Bibliotheken, Konferenzsäle, Laboratorien und Werkstätten. Der Mahmut Paşa Bedesten wird als Ausstellungssaal benutzt.

Im Museum für Anatolische Zivilisationen, das heute mit ihren eigenen Kollektionen einer der geachteten Museen der Welt ist, werden archäologische Werke vom  Beginn der Paleolitikzeit in einer chronologischen Reihenfolge ausgestellt

Das Museum für Anatolische Zivilisationen

Das Museum für Anatolische Zivilisationen, mit ihren historischen Gebäuden und ihrer achtungsvollen Geschichte erhielt am 19. April 1997 in der Schweizerstadt Laussane unter 68 Museen den Titel ‘’Museum des Jahres’’.

Paleolitik (ältere Steinzeit) Zeit (...8000): Diese Zeit wird im Museum mit den Funden aus der Antalya Karain Höhle vertreten. Die Menschen der älteren Steinzeit sind Jagd- und Sammler-Gemeinschaften, die in Höhlen und Grüften lebten. Gegenstände aus Stein und Knochen sind Funde, die diese Zeit bestimmen.

Neolitik (jüngere Steinzeit) Zeit (8000 - 5500): Dieses Museum der Zeit des Anfanges der Nahrungsproduktion und der ersten Siedlungen wird mit Funden aus zwei wichtigen Zentren der Zeit aus Çatalhöyük und Hacılar vertreten. Unter diesen Funden befinden sich Göttinnenstatuen, Stempelsiegel, Gefäße aus Terrakotta und Anbaumittel aus Knochen.

Kalkolitik (Kupfer-Stein) Zeit (5500 – 3000 v.Chr.): Die reichen Funde aus dieser Zeit, in der neben den Steinmittel auch Kupfer bearbeitet wurde, stammen aus Hacılar, Canhasan, Tilkitepe, Alacahöyük und Alişar.

Alt -Bronze (Gestein) Zeit (M.Ö. 3000 - 1950): Die Menschen, die 3000 v.Chr. in Anatolien lebten, mischten dem Kupfer Zink bei, gewannen daraus Bronze und bearbeiteten außer der Bronze alle bekannten Gesteine mit dem Hammer und Gusstechniken dieser Zeit mit großer Meisterschaft. Außer den gigantischen Todesgeschenken die aus wertvollen Gesteinen in den Alacahöyük Königsgräbern gefunden wurden, befinden sich hier auch die Funde aus Hasanoğlan, Mahmatlar, Eskiyapar, Horoztepe, Karaoğlan, Merzifon, Etiyokuşu, Ahlatlıbel, Karayavşan, Bolu, Beycesultan Semahöyük, Karaz-Tilkitepe als eine reiche Ausstellung der Alt–Bronze Sammlung.

Die Hethiter (1750 – 1200 v.Chr.): Die erste politische Vereinigung in Anatolien wurde 2000 v.Chr. am Bogen des Kızılırmak von den Hethitern gegründet. Mit ihrer Hauptstadt Boğazköy (Hattuşa) sind auch Inandık, Eskiyapar, Alacahöyük, Alişar, Ferzant, reiche Fundstätte. Stierförmige Reliefgefäße, Werke aus Terrakotta, Siegel mit gedruckten Königsnamen sind sehenswert.

Phrygier (1200 – 700 n.Chr.): Die Phrygier, die ungefähr in den Jahren 1200 v.Chr. über den Balkan kamen, regierten in Zentralanatolien mit ihrer Hauptstadt Gordion. Die Werke aus dem Gordion Tumulus und Trümmerfeldern sind die schönsten Beispiele der phrygischen Kunst.

Urartäer (1200 – 600 v. Chr.): Die Urartäer, die in Zentren wie Altıntepe, Adilcevaz, Kayalıdere, Patnos, Van, Çavuştepe die Architektur und den Bergbau weiter entwickelten, lebten in Ostanatolien im gleichen Zeitalter wie die Phrygier.

Spät -Hethiter (1200 – 700 v.Chr.): Nach dem Niedergang des Hethiterreiches gründeten ein Teil der Hethiter in Süd- und Südostanatolien Site-Städte und bildeten die Spät-Hethiter Herrschaft. Malatya-Aslantepe, Kargamış, Sakçagözü vertreten wichtige Späthethitische Siedlungen.

Die Sammlungen aus der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. , die sechs Silber-, Glas-, Marmorbronzene Werke der griechisch – hellenistischen, römischen und byzantinischen Zeit, und Metalmünzen vom Beginn bis zur Gegenwart, vertreten den einzigartigen Kulturbesitz.

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